Vom 14.06.19 bis zum 16.06.19 tagte die ständige Konferenz der Landesschüler*innenvertretungen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Bundesschülerkonferenz.

Hier beschlossen die Delegierten der einzelnen Landesschülervertretungen einstimmig ihre Positionen zu den Themen Digitalisierung, Abitur in Deutschland, Fridays for Future und Jugendpartizipation.
Die Vertreterinnen und Vertreter bezogen Stellung zu den momentan von der Politik angedachten Handlungen und stellten ihre eigenen Forderungen zu den oben genannen Themen auf. Hierbei wird von ihnen angestrebt, die Perspektive der Schülerinnen und Schüler Deutschlands bei schulpolitischen Entscheidubgen zukünftig einbringen zu können.

Zur Digitalisierung äußerte sich der neue Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Usamah Hammoud (LSV Saarland): „Damit Digitalisierung gelingen kann, muss es Konzepte geben, welche den Erhalt, die Instandhaltung und die ordnungsgemäße Nutzung garantieren.

Auch im Bereich Abituraufgaben dürfen wir nicht in alten Verfahrensweisen hängen bleiben. Gerade nach den Schlagzeilen rund um das Mathe-Abitur in diesem Schuljahr fordern wir den ständigen Austausch mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen zur Schaffung einer Kommission, welche sich mit der Evaluierung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Abituraufgaben beschäftigt.“

Nach den Entwicklungen rund um „Fridays for Future“ und dem daraus folgenden politischen Engagement und gesellschaftlichen Einsatz, fordern die Mitgliedsländer der Bundesschülerkonferenz konkret auf die Bewegung „Fridays for Future“ bezogen, dass keine unverhältnismäßigen Strafen für die Teilnahme an Demonstrationen und die damit verbundene Abwesenheit vom Unterricht verhängt werden.

Ebenso soll die innerschulische Mitbestimmung im Rahmen von Schülervertretungsarbeit und auch darüber hinaus gestärkt werden, jeder Schülerin und jedem Schüler soll so die Möglichkeit der Mitbestimmung geboten werden.

Weiterhin haben die Schülervertreter der Bundesländer der Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Anja Karliczek ein Zeugnis ihrer bisherigen Arbeitsleistung nach der Hälfte der Regierungslegislatur ausgestellt. Hierbei wird vor allem ihre mangelnde Kooperationsbereitschaft kritisiert. Ursache dafür ist die wiederholte Abwesenheit ohne Absage nach Einladungen zu Veranstaltungen der Bundesschülerkonferenz sowie die fehlende Bereitschaft zu Gesprächen und Kooperation mit den Schülervertretern des Bundeslandes, auch nach wiederholter Anfrage.